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„Rücksacklesung – Gargellen grüßt Wien“ mit teatro caprile. 

Als szenische Lesung dargereicht vom teatro caprile mit Katharina Grabher, Andreas Kosek und Mark Német.
Musikalisch unterstützt von Marwan Abado auf der Oud (orientalische Laute). Marwan Abado ist palästinensischer Musiker, Sänger, Komponist.

Teatro caprile öffnet seine Rucksäcke und gestaltet einen Abend voller Poesie und Literatur über Gargellen und den Rest der Welt.

Teatro caprile öffnet seinen Rucksack, gestaltet einen Abend voller Poesie und Literatur über Gargellen und den Rest der Welt und fördert Fundstücke aus den Anfängen der Touristerei, sowie manch bedeutsame Verbindung zwischen Wien und dem Montafon zutage. So beherbergte der kleine Gebirgsort im Montafon prominente Gäste aus Wien, wie Arthur Schnitzler, Sigmund Freud und Richard Beer-Hofmann und war in der NS Zeit Ausgangspunkt für Flüchtende.

Jura Soyfer, dessen Begleiter Hugo Ebner den Ort als Skitourist kannte, organisierte die leider fehlgeschlagene Flucht vom Hotel Madrisa über das Schlappiner Joch in die Schweiz. Eine der ersten Ethnologinnen, die Wienerin Lucie Varga, forschte in Gargellen zur Entstehung nationalsozialistischer Umtriebe, bevor sie nach Frankreich flüchten mußte und dort verstarb. In literarischen und szenischen Gustoststückerln, zeichnen wir den Transformationsprozess eines bäuerlichen Gebirgsortes zu einem Luftkurort à la Davos nach. Besonders interessant wird es für das Wiener Publikum zu hören sein, daß die vermeintlich abgeschiedenen Täler in keinster Weise abgeschlossen waren, sondern, über Jahrhunderte geprägt durch saisonale Arbeitsmigration, sehr früh mit der Moderne in Kontakt kamen. Und natürlich wird der fünfzehnte Bezirk seinen besonderen Bezug zu Vorarlberg offenbaren.
Denn das Reisen zu Beginn des 20 Jahrhunderts, erfolgte mit der Bahn, und Gargellen war dank dem Montafoner Bähnle leicht erreichbar. Am Westbahnhof kamen die Montafoner Krautschneider an, bevor sie in Richtung Ungarn, Serbien und sogar in die Türkei weiterreisten. Um dann im Herbst und Winter ihre Kenntnisse dieser Länder am heimatlichen Kachelofen zum Besten zu geben. Und vom Westbahnhof starteten die Wander- und Skitouristen der ersten Jahrzehnte des 20. JHs in ihre „moderne“ Sommerfrische.

Kein Eintritt, aber über Spenden freuen wir uns.

Weitere Details zur Produktion des teatro caprile.

Bitte um Anmeldung im Pfarramt (email / 01-9821337)
Es gilt die 3 G-Regel bzw. die aktuellen Corona-Regelungen (s. Homepage)

Mit Unterstützung des Bezirkes Rudolfsheim-Fünfhaus